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Im Herzen der Nacht

Samuel ist zurück! 2015 erschien mein erster Engelroman, jetzt geht er in die Neuauflage.

Das wunderbare Cover verdanke ich Marie Becker von Wolkenart. Ich finde, es passt perfekt. Genau so stelle ich mir Venia vor, die Protagonistin der Geschichte. Zusammen mit Samuel, einem gefallenen Engel, der versucht, die Welt mit Hilfe von sehr viel Alkohol zu ertragen und auszublenden. Er ist von seinem langen Leben müde, aber ganz kann er sich ihr nicht verschließen, denn er hat Manu. Seine Adoptivtochter. Und einen Feind. Mit dem ihn eine gemeinsame und sehr dunkle Vergangenheit verbindet.

Im Herzen der Nacht

Er glaubte, nie wieder etwas empfinden zu können, bis er ihr begegnete … 

 

Venia ist eine Seelenleserin. Sie bannt den Schmerz der Menschen mit schrillen Farben auf Leinwand und hat sich in der Kunstszene einen Namen gemacht. Was sie tut, weckt allerdings auch das Interesse der Dämonen, und bald darauf bekommt sie von einem der mächtigsten Besuch.

Der Engel Samuel verbirgt seine Flügel vor den Menschen, denn er hat den Himmel verlassen. Müde von seinem langen Leben hat er sich zurückgezogen und muss trotzdem zu einem letzten Auftrag aufbrechen. Denn die Geschicke der Welt stehen auf dem Spiel und Venia ist der Schlüssel für alles. Doch im Kampf gegen das Böse muss Sam feststellen, dass auch er vor menschlichen Gefühlen nicht gefeit ist.

Neuauflage des 2015 bei dotbooks erschienenen Romans.

 

★ Magisch, spannend und romantisch – über die Macht der Liebe, eine dunkle Vergangenheit und den Sieg des Lichts. ★

 

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Dies ist eine meiner Lieblingstexstellen. Der Moment, als die damals noch kleine Manu begreift, dass ihr Freund Samuel ein Engel ist.

 

Eine Erinnerung zog vorbei. Manu war vielleicht elf, ein kleines, vom Leben verarschtes Mädchen, das seine Eltern viel zu früh verloren hatte, mit nichts als Auflehnung gegen diese Welt im Kopf. Es gab einen Streit. Sie schrie ihn an, tobte, schmiss mit einer Teetasse nach ihm. Er schrie nicht, obwohl er nichts lieber getan hätte. Er kochte vor Wut, war erschöpft, hatte Schmerzen. Und genau in diesem Moment hatte sie ihn erkannt. Weil er sich nicht mehr hatte konzentrieren können, weil er keine Kraft mehr hatte, seine Barrieren bis zum Anschlag oben zu halten.
Ihr zur Seite habe ich Samuel gestellt.Ihr kleiner Mund hatte offen gestanden. Unsicher war sie einen Schritt nach hinten getreten, während Sam zeitgleich die warme Schwere der Flügel in seinem Rücken gespürt hatte. Ätsch, nicht aufgepasst, Engel, schienen sie ihm ins Ohr zu flüstern.
»Du bist ein Engel«, hatte Manu daraufhin mit einer für eine Elfjährige viel zu großen Nüchternheit festgestellt. Ihm blieb nichts, als wortlos zu nicken. Was hätte er auch sagen können? Die Beweislast in seinem Rücken war erdrückend.
Dann war sie einen Schritt nach vorne getreten und hatte ihre kleine Hand ausgestreckt. Sie war nicht erschrocken. Sie war einfach nur neugierig. Zärtlich streichelte sie die weiße Pracht, und ihr zuliebe streckte er seine Flügel weit aus, um ihr den Platz darunter anbieten zu können. Denn welcher Ort auf dieser Welt konnte sicherer sein als direkt unter den Flügeln eines Engels?

 

 

 

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