Autor: Kristina Günak

Für alle mit Meer-Sehnsucht im Herzen!

Am 25. Juni erscheint mein neuer Roman „Kaputte Herzen kann man kleben“. Die Geschichte spielt in St. Peter-Ording an der Nordseeküste. Damit das Warten nicht zu lange wird, gibt es hier vorab einen kleinen Textschnipsel (passend zur Seebrücke auf dem Foto):   Ich hatte die Wahl: Weiterzuradeln bis zu dem Strand, wo immer das Drachenfestival stattfand, oder Mimis Rad hier irgendwo anzuschließen und quer über die Seebrücke zu laufen. Sie war eintausend Meter lang, mit Holzbohlen ausgelegt, auf Stelzen gebaut und führte über Salzwiesen und Priele. Diese einzigartige Natur gab es nur hier an der Nordsee. Ich befestigte das Schloss am Rad und dem hölzernen Geländer, stellte fest, dass der Strandwächter nicht in seinem Häuschen hockte, und steckte Mimis Kur-Karte wieder ein. Stattdessen schob ich mir die Kopfhörer in die Ohren und startete meine Rammstein-Playlist. Mein Musikgeschmack war schon immer geächtet. Aber hier hörte ja keiner, mit was ich meine Ohren malträtierte. Manchmal musste es eben sehr laut sein, damit ich die vielen Gedanken übertönen konnte. Am Ende der Brücke schlüpfte ich aus meinen Sneakers …

Bonus-Kapitel | Eine Hexe zum Verlieben

Bonus-Kapitel Eine Hexe zum Verlieben Manchmal schreiben Autor*innen zu viel. Eine Textstelle passt nicht mehr ins Buch und fliegt im Lektorat raus. Eine Idee wird verworfen, ein ganzes Kapitel landet im Papierkorb. So geschehen im 4. Band der Hexe. Ich habe beim Aufräumen ein komplettes Kapitel entdeckt, das ich selbst ganz vergessen habe. Dabei hätte das, was da steht, auch stattfinden können! Es passte nur nicht mehr ins Buch. (Der Text ist umlektoriert. Also mit dem einen oder anderen Rechtschreibfehler – ich verliere so gerne Buchstaben beim Tippen.) Dieses Bonus-Kapitel schenke ich euch heute. Ein kleines Abtauchen in Elis Welt! Eine Auszeit im Hegewald. Viel Spaß! Diese Szene hat nie stattgefunden (oder vielleicht doch?). Sie spielt irgendwo zwischen Buch vier und fünf. Und dann ist er da. Der Tag, den ich gekonnt all die restlichen Wochen verdrängt habe. Es ist ein Samstag, wohlweislich von mir so ausgewählt, damit ich nicht vorher noch zur Arbeit und meinen Kollegen erklären muss, warum ich früher Feierabend benötige. Ich liege im Bett und starre an die Decke. Es ist …

BONUS Eine Hexe zum Verlieben

Diese Szene hat nie stattgefunden (oder vielleicht doch?). Sie spielt irgendwo zwischen Buch vier und fünf. Und dann ist er da. Der Tag, den ich gekonnt all die restlichen Wochen verdrängt habe. Es ist ein Samstag, wohlweislich von mir so ausgewählt, damit ich nicht vorher noch zur Arbeit und meinen Kollegen erklären muss, warum ich früher Feierabend benötige. Ich liege im Bett und starre an die Decke. Es ist halb acht. Der Termin wäre um halb elf. Ich könnte also noch anrufen und absagen. Das passiert bestimmt manchmal. Menschen werden krank, bekommen Grippe, Angst, kalte Füße, Brechdurchfall. Alles Dinge, die sie daran hindern könnten, den Termin einzuhalten. Ich bleibe noch eine komplette Stunde im Bett liegen. Selbst der Koffeinentzug hält mich nicht davon ab. Denn sobald ich aufstehe, muss ich eine Entscheidung treffen. Im Haus rumort etwas oder jemand. Vor einigen Jahren noch wäre das ein guter Grund gewesen, in Panik auszubrechen, aber heutzutage lebe ich mit so vielen Wesen in meistens friedlicher Koexistenz zusammen, dass spontanes Herumrumoren als völlig normal zu bewerten ist. Ich …

Talk on the rocks

Meine wunderbare Kollegin Amy Baxter lädt regelmäßig zu einem Bartalk auf dem Kanal von be.ebooks ein. Am 19 März um 20 Uhr könnte ihr mich online treffen! Ich verlose »Die Liebe kommt auf Zehenspitzen« und erzähle von meinem neuen Roman »Kaputte Herzen kann man kleben«. Ich freue mich auf eure Fragen! 19 März | 20 Uhr und zwar hier: Be.ebooks bei Instagram Amy Baxter und ihre Bücher findet ihr hier: Zu Amys Website!  Wir sehen uns!

Vincent Antrag Eli

  Er dreht den Kopf und sieht mich an. Irgendetwas ist dort in seinen Augen, das ich nicht so recht deuten kann. »Warte hier«, murmelt er und kommt geschmeidig auf die Beine. Ich warte. Und warte. Und warte. Nachdem ich, wie ich finde, genug gewartet habe, stehe ich auf und folge Vince ins Haus. Er steht mitten im Wohnzimmer und hält etwas in der Hand. »Du solltest warten!«, sagt er streng. »Bis nächstes Jahr? Davon war nicht die Rede.« Vince sagt gar nichts, sondern guckt nur. Er guckt verwirrt. Irritiert. Angestrengt. »Was?«, frage ich alarmiert. »Bleib da stehen, ich muss nachdenken!«, befiehlt er mir. Seufzend bleibe ich stehen. Manchmal tue ich ja, was er sagt. »Eli!« Er macht einen Schritt nach vorne. »Ich …«, setzt er an und verstummt wieder. »Akute Wortfindungsstörung?«, erkundige ich mich freundlich, woraufhin er lacht. Sein Lachen, das nur für mich reserviert ist. »Ich war mit Nicolas unterwegs, die Ringe für seine Hochzeit kaufen«, sagt er dann endlich. Ich nicke. Die Shopping-Tour hat beide Kerle so fertig gemacht, dass Vince danach …