1. Magie und Liebe

★ Hexen gibt es nicht? Haben Sie eine Ahnung! ★

Tagsüber zeigt die Immobilienmaklerin Elionore Brevent ihren Kunden schicke Häuser, doch in der Nacht widmet sie sich als Hexe lieber anderen Dingen. Ihr Doppelleben hat Eli fest im Griff. Das glaubt sie zumindest, bis sie in einem neuen Haus sehr sonderbare Magie spürt. Und auf einmal gerät ihr wohl geordneter Alltag aus den Fugen: Wie aus dem Nichts taucht im Garten des Hauses ein ziemlich attraktiver Vampir neben ihr auf und zu allem Überfluss heftet sich ein nicht weniger ansehnlicher Werjaguar an ihre Fersen. Dass diese beiden Kerle irgendetwas mit der Magie im Haus zu tun haben und obendrein dunkle Geheimnisse mit sich herumschleppen, dessen ist sich Eli sicher. Als dann noch eine Horde seltsamer Elfen auftaucht und ganz Niedersachsen zum Stillstand bringt, wird Eli ihre Mission offenbart: An der Seite der beiden Typen soll sie mit ihrer Magie die Elfen retten. Doch wie soll ihr das mit diesen zwei Testosteron-Gockeln gelingen?

 

E-Book Kindle / Taschenbuch

Stimmen zum Buch

»Eine Hexe zum Verlieben hat alles, was ein unterhaltsamer paranormaler Liebesroman braucht: eine außergewöhnliche und kesse Heldin, hin- und hergerissen zwischen einem undurchsichtigen Vampir und einem geheimnisvollen Wer-Jaguar, und die Rückkehr eines Volkes, das die geheime Existenz der übernatürlichen Geschöpfe droht, auffliegen zu lassen. Fans von Mary Janice Davidson, Richelle Mead und Charlaine Harris werden die Erdhexe Elionore Brevent lieben!« Sandra Henke aka Laura Wulff

»Ein zauberhaftes Buch, mit einer sehr sympathischen Heldin. Unbedingt lesen!« happy-end-buecher.de

»Ein magisches Lesevergnügen mit einer zauberhaften Hexe und einem unwiderstehlichen Jaguar, so wird die Rettung der Welt zu einem spannenden Abenteuer voller Humor und Esprit. Dazu noch ein zwielichtiger Vampir, freche Elfen und eine Portion Liebe und der Lesespaß ist perfekt.« Stefanie Ross

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♥ Kleine Leseprobe aus Kapitel 1 ♥

Sie werden es nicht glauben, aber ich bin eine Hexe. Das ist nicht weiter schlimm, es gibt unerfreulichere Schicksale. Das einzig Anstrengende an dieser Tatsache ist die latente Müdigkeit. Magie funktioniert nämlich nachts am besten. Das bedeutet, wenn alle anderen Menschen friedlich in ihren Betten liegen und sich vom Tag erholen, springe ich durch meinen Garten und webe Zauber. Und wenn alle anderen Menschen morgens frisch und ausgeruht aufwachen, bin ich gerade erst ins Bett gefallen. Leider bedeutet das nicht, dass ich da auch liegen bleiben kann. Hexerei ist, rein finanziell betrachtet, nicht sehr einträglich. Deswegen muss ich meine Brötchen auf anderem Wege verdienen. Ich bin Immobilienmaklerin. Da Häuser sich grundsätzlich nur tagsüber gut verkaufen, ist es naheliegend, dass ich mit sehr wenig bis gar keinem Schlaf auskommen muss.

Aber wie meine Mutter immer sagt: Schlafen wird überbewertet. Sie muss es wissen, immerhin hat sie neben der nächtlichen Hexerei noch drei Kinder großgezogen.

Diese Weisheit hindert mich jedoch nicht daran, auch an diesem Morgen das Weckerklingeln hartnäckig zu ignorieren, bis mein gesamtes »Schlaf-Verhinderungs-System« losgegangen ist. Dieses besteht aus vier verschiedenen Weckern, die an verschiedenen, vom Bett aus unerreichbaren Orten positioniert sind und im Abstand von fünf Minuten loslegen.

Gezwungenermaßen hieve ich mich irgendwann aus dem Bett, um dem ohrenbetäubenden Lärm zu entkommen und wanke in mein Bad. Der Blick in den Spiegel offenbart mir nichts Gutes. Ich sehe müde aus. Sehr müde. Ein paar Sekunden gönne ich meinem Spiegelbild einen mitleidigen Blick, dann drücke ich seufzend Zahnpasta auf die Bürste und putze mir die Zähne.

Danach widme ich mich meinen krausen dunkelbraunen Haaren, die wirr in alle Richtungen vom Kopf abstehen, und versuche, sie durch energisches Bearbeiten mit der Bürste von einem geordneten Zusammenleben auf meinem Kopf zu überzeugen.

Da sie sich aber beharrlich unkooperativ verhalten, nötige ich sie mithilfe eines Haargummis in Form und verwende die verbleibende Zeit auf die einzigen farblichen Akzente in meinem sonst blassen Gesicht: die dunklen Augenringe. Ich tupfe die klebrige, matschbraune Masse zum Abdecken auf die Haut mit dem Resultat, dass die Augenringe die Farbe ändern und jetzt ein zartes Lindgrün annehmen. Dieses heimtückische Verhalten kenne ich schon und so bekämpfe ich das Grün mit einer Schicht goldfarbenem Make-up. Schließlich blickt mir eine halbwegs wiederhergestellte Elionore Brevent entgegen.

Dann begebe ich mich zur zeitaufwendigsten Tätigkeit eines jeden Morgens: der Suche nach einem sauberen und farblich zusammenpassenden Büro-Outfit. Ich neige leider etwas zum Chaos, deswegen türmen sich vor, neben und in meinem Kleiderschrank diverse Klamottenberge. Weswegen die allmorgendliche Suche nach geeigneter Kleidung immer wieder eine spannende Herausforderung darstellt. Vermutlich sollte ich dringend mal wieder aufräumen, aber fürs Erste begnüge ich mich mit einem schwarzen Hosenanzug vom höchsten Berg links neben dem Schrank. Den hatte ich zwar gestern schon an, deswegen lag er einladend griffbereit, aber mit einem Schuss Chanel No. 5 wird der leichte Geruch nach verbrannter Erde vielleicht nicht so auffallen. Also bedufte ich mich ordentlich mit dem goldenen Flakon und ermahne mich selbst noch einmal streng, meine Büroklamotten nicht zum Hexen anzuziehen. Hexerei hat leider oft die unangenehme Nebenwirkung zum Naserümpfen zu stinken.

Als ich endlich startbereit in meinem Auto sitze, stelle ich erstaunt fest, dass die Uhr heute mein Freund sein möchte. Das ist selten genug und so nutze ich die Zeit, um mich noch schnell bei meinem Lieblingsbäcker mit einer ausreichenden Ration Fett und Zucker für den Tag einzudecken.

Ausgestattet mit zwei Streuselschnecken und einem noch warmen Buttercroissant parke ich pünktlich um kurz vor acht meinen Alfa 159 auf dem Parkplatz vor dem Bürogebäude. Gemächlich schlendere ich in mein Büro und fahre den Rechner hoch. Dann reiße ich die Papiertüte mit dem Croissant auf und will gerade ein großes Stück des buttrig warmen Teigs abreißen und mir in den Mund stecken, als Klara, die Sekretärin unseres kleinen Maklerbüros, mit zwei dampfenden Kaffeebechern um die Ecke gestapft kommt. Sie lässt sich auf den Stuhl vor meinem Schreibtisch fallen und hält mir demonstrativ eine Tasse entgegen. Die 680 Kalorien meines Croissants müssen warten, ihr breites Grinsen suggeriert mir: Frag mich, wie mein Abend gestern war.

Klara hatte das 35. Date in diesem Jahr. Und das Jahr ist noch jung. Mittlerweile glaube ich nicht mehr daran, dass sie tatsächlich auf der Suche nach einer Beziehung ist. Vielmehr vermute ich eine ausgeprägte Sucht nach diesem Dating-Mist. Mindestens einmal in der Woche muss ich sie zu den Herren interviewen, die sie getroffen hat. Allem Anschein nach zieht sie die durchgeknallten und unansehnlichen Typen der männlichen Gattung an wie das Licht die Motten. Also frage ich sie brav und mit einem leicht sehnsüchtigen Blick auf mein Frühstück: »Wie war es denn gestern?«

Sie holt tief Luft und fängt in rasender Sprechgeschwindigkeit an, über ihr Treffen zu berichten, und welche Überraschung: Der Typ war weder in der Lage, zusammenhängende Sätze mit mehr als drei Wörtern zu bilden, noch entsprach er den optischen Ansprüchen von Klara. Er hatte oben wenig, dafür in den Ohren viele Haare. Und er hieß Klaus.

»Klaus! Also bitte … das geht ja gar nicht!« Sie reißt dramatisch die Augen auf und lehnt sich in ihrem Stuhl nach hinten.

Nun ist gegen den Namen Klaus prinzipiell nichts einzuwenden, außer dass Klara auch fast alle anderen gängigen Namen wie Michael, Alexander und Holger für inakzeptabel hält. Und wenn der Mann tatsächlich einen Namen hat, der genehm ist, trägt er die falsche Haarfarbe auf dem Kopf. Wenn er das große Glück hat, überhaupt noch über volles Haupthaar zu verfügen. Falls nicht hat sich der Fall für Klara eh erledigt. Manchmal allerdings passen sowohl der Name als auch die Haarfarbe, dann hat er meist den falschen Beruf. Oder er fährt das falsche Auto. Oder er hat eine Exfrau. Was in der Alterskategorie, in der sie auf Männerfang ist, schon mal vorkommt. Also alles in allem halte ich Klara für einen hoffnungslosen Fall. Da sie tief in ihrem Inneren vermutlich bereits zu demselben Schluss gekommen ist, hat sie sich vor Kurzem zwei kleine Kätzchen gekauft, mit denen sie jetzt in einer WG lebt. Besser als nichts. Die beiden haben den richtigen Namen und die richtige Haarfarbe.

Ich nicke derweil bedächtig mit dem Kopf und freue mich mit unbewegter Miene, als sie endlich Anstalten macht, mein Büro zu verlassen. Die Glastür schließt sich geräuschvoll hinter ihr und mein Kopf sinkt, ohne dass ich ihn davon abhalten könnte, auf die Tischplatte, nur knapp neben das wartende Croissant.

Ich gähne einmal ausgiebig und versuche dann, meinen bleischweren Kopf wieder senkrecht auf meinem Hals zu balancieren. Freundlicherweise erinnert mich in diesem Moment der Kalender in meinem Computer an den ersten Besichtigungstermin des Tages. Das Piepen bringt mich wieder etwas in Wallung und ich begebe mich auf die Suche nach den Unterlagen für das Haus oder wie wir Makler es distanziert nennen: das Objekt.

Wie schon gesagt, ich bin Maklerin. Übrigens ein Berufszweig, in dem es unerwartet viele Hexen gibt. Woran das liegt, weiß ich nicht genau. Ich vermute, dass es etwas mit der Bodenständigkeit dieses Berufs zu tun hat. Immobilien sind, wie der Name schon sagt, immobil und alles um die Immobilie herum ist dementsprechend langsam. Häuser verkaufen sich nun mal nicht von heute auf morgen. Und Hexen gehören auch zu den eher langsamen Lebewesen auf diesem Planeten.

Spontane Hexerei ist selten und schwierig durchzuführen. Kein Wunder, woher soll man auch getrocknete Ochsenhoden und in Froschblut eingelegte Safranfäden nehmen, wenn Hexe ganz spontan einen Liebeszauber vollziehen möchte?

Also: Hexerei braucht Zeit und muss gut durchdacht und vorbereitet sein. Erst im fortgeschrittenen Alter und mit einiger Erfahrung lernen wir Hexen, auch mal spontan mit einem Zauber um uns zu schmeißen. Bis dahin ist Hexerei eine eher lahme Angelegenheit. Das ist bei dem Verkauf von besagten Objekten nicht anders.

Vielleicht liegt die Vorliebe von Hexen für den Maklerberuf aber auch in unserem Hobby: der Suche nach neuen Erdlinien. Schließlich können wir dieser Leidenschaft bei den vielen berufsbedingten Besichtigungsterminen sehr ausgiebig frönen.

Besagtes Objekt liegt laut der Information meines allwissenden Computers nur wenige Minuten von meinem Büro entfernt und so habe ich noch ausreichend Zeit, mich durch die Papierstapel auf meinem Schreibtisch zu wühlen, um nach dem passenden Exposé zu fahnden. Als ich es nach einigen Minuten des Suchens endlich unter dem Stapel »Dinge-die-ich-unbedingt-lesen-muss-wenn-ich-Zeit-habe« finde, nehme ich noch einen Schluck Kaffee, beiße einmal beherzt in mein Croissant und mache mich auf den Weg.

 

Alle Teile der Serie von Kristina Günak

Band 1 »Eine Hexe zum Verlieben«
Band 2 »Engel lieben gefährlich«
Band 3 »Jaguare küsst man nicht«
Band 4 »Verliebt, verlobt … verhext«
Band 5 »Ein Drache kommt selten allein«
Band 6 »Küss mich, Kater!«
Band 7 »Drachen und andere Probleme«

 

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