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Kaputte Herzen kann man kleben

Meer, ich komme! Und ich nehme euch mit!

Seit einem Jahr war ich nicht mehr am Meer und ich habe sehr schlimme Meersehnsucht, die sich kaum lindern lässt. Zum Glück erscheint jetzt „Kaputte Herzen kann man kleben“, und die Geschichte spielt in St. Peter-Ording. Beim Schreiben musste ich ständig Fotos anschauen, die ich in weiser Voraussicht gemacht hatte. Nichts geht schließlich über eine gute Schauplatz-Recherche.

Hebamme Luisa ist alleinerziehend. Ihr Ex entzieht sich seinen Verpflichtungen, wo er kann. Als Luisas Rücken die Notbremse zieht, muss sie mit ihrer kleinen Tochter eine Auszeit nehmen: bei der exzentrischen Tante in St. Peter-Ording. Die geschickten Hände des verschlossenen Physiotherapeuten Tom helfen ihr wieder auf die Beine, doch die Seele will nicht recht nachziehen. Bis sie am Strand auf ein Grüppchen Frauen trifft, das es sich zum Motto gemacht hat, fünfe gerade sein zu lassen. Und auch Tom ist auf einmal nicht mehr so verschlossen …

Taschenbuch | E-Book | Hörbuch (Welch große Freude! Wieder gelesen von der wunderbaren Vanida Karun!)

Luisa ist Hebamme und fühlte sich von unserem Gesundheitssystem derartig zerrieben, dass sie nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll. Sie liebt ihren Beruf … eigentlich. Aber eigentlich arbeitete sie nur noch unter Zeitdruck. Zeit hat sie für die werdenden Müttern nicht so, wie sie sich das vorgestellt hat. Stress und Druck machen ihren Beruf in der Geburtsklinik aus und das ist hat sie so nie gewollt. Ihr Rücken zieht dann die Notbremse und sie flüchtet zu ihrer etwas schrulligen Tante ans Meer.

 

Strandkorb Nr. 288

Was es mit den „Strandfrauen“ auf sich hat?

In diesem Strandkorb trifft Luisa den Club der entspannten Frauen, die „Strandfrauen“. So ein Strandkorb ist wohl der beste Ort, um sich zu versammeln und gemeinsam zu überlegen, warum das Leben als Frau manchmal so ungemein anstrengend ist. Die „Strandfrauen“ haben dazu ein ganze eigene Theorie und sie weihen Luisa ein.

Um hier Steffi zu zitieren:  »Wenn du zu hundert Prozent einen Job machst, zu hundert Prozent Mutter bist und dann auch noch zu hundert Prozent den Haushalt schmeißt, bist du am Arsch. (Anmerkung der Autorin: Ich bitte Steffis Ausdrucksweise zu entschuldigen, es gab Sekt bei dem Treffen und sie ist wirklich wütend.) Das sind dreihundert Prozent. Das kann nicht funktionieren. Bist ja nur hundert Prozent Mensch.«

Und Wibo bringt auf den Punkt:

»Man hört einfach auf, perfekt zu sein. Man hört auf, an alles zu denken. Mental Load? Sagt dir das was?«, fragte sie und ich schüttelte den Kopf. »Das ist, wenn eine Person in der Familie an alles denkt«, fuhr Wibo fort. »So was verklebt einem das Gehirn. Das schafft man auf Dauer nicht. Wir wissen das. Viele andere noch nicht.« Die drei nickten.

 

Dieser Blumenstrauß steht in der alten Kirche von St. Peter-Ording. In meinem Buch hat er einen ganz neuen Sinn bekommen.

Und wer ist Tom?

Tom ist Physiotherapeut, unaufgeregt und klar in seinen Ansichten. Das perfekte Gegenstück zu Luisa. Oder doch nicht? Er sieht die Dinge anders als sie und auch er hat auch sein Päckchen zu tragen. Denn dieser scheinbar so ausgeglichene Mann, dem man nachsagt, er sei ein richtiger Weiberheld (Hörensagen!), hat einen eigenen Schmerz, mit dem er nicht hausieren geht.

 

 

Warum wieder die Nordseeküste als Schauplatz?

Diese Schaukel spielt eine ganz wichtige Rolle im Buch. Wo sonst kann man am Strand schaukeln?

Meine Geschichten kann ich theoretisch überall erzählen, aber immer wieder schleicht sich die Nordseeküste in meine Romane. Beim Schreiben fühle, schmecke und rieche ich förmlich die wilde See und ich muss zugeben: Ich liebe es einfach.

 

 

 

 

 

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