Das Erbe der Dunkelheit, Teil 1

Vampire leben unter uns. Unerkannt. Eine fremde Welt voller Macht, Dunkelheit und Magie.

 

 

Für Charlotte Sanders ändert sich alles, als sie bei einem Meeting zum ersten Mal ihren attraktiven Chef Luka Van Dyke trifft. Sie spürt, dass dieser geheimnisvolle Mann nicht der ist, der er vorzugeben scheint. Mühelos manipuliert er andere Menschen und lässt sie nach seiner Pfeife tanzen – nur bei Charlotte gelingt ihm das nicht.

Charlotte ist von ihrem Gefühlschaos völlig verwirrt, will im Moment aber nur eines: an ihrer Karriere im Unternehmen arbeiten. Dumm nur, dass sie nichts gegen die unheimliche Anziehungskraft zu Luka tun kann. Je näher sie ihm kommt, desto stärker wird die furchtbare Vision, die ihr seit Jahren den Schlaf kostet. Charlotte ahnt, dass hinter ihren besonderen Fähigkeiten viel mehr steckt, als sie bisher geglaubt hat. Und sie weiß, dass Luka der Schlüssel zum Geheimnis um ihr wahres Wesen ist. Als sie entdeckt, wer er wirklich ist, bedrohen dunkle Mächte ihr Leben und die ganze Welt.

Leserstimmen
„Top geschrieben und ein toller Auftakt der Reihe!“
„… ein Plus, dass die Geschichte in Deutschland spielt.“
„Spannend und fesselnd. Habs in einem Rutsch gelesen.“

Leseprobe zum Vampir-Roman

Angst hatte sie nicht. Warum sollte sie auch? Es war mehr so eine kleine Verstimmung der Seele, die nur ganz entfernt an echte Angst erinnerte. Aber das war vielleicht auch auf die seltsame Situation zurückzuführen. Die Luft um sie herum knisterte förmlich vor Spannung.
Matthias Fellner sprach immer noch. Nur hatte sie ihm bisher einfach nicht zugehört. Ihr Chef ließ nicht locker und wiederholte mit seiner so schnarrenden Stimme noch einmal sehr präzise seine genaue Vorstellung von der anstehenden Präsentation. Acht angespannte Gesichter hingen an seinen Lippen, während Charlotte versuchte, durch einen klitzekleinen verbliebenen Spalt in der Jalousie einen Blick nach draußen zu erhaschen.
Obwohl die Augustsonne in Hamburg das erste Mal seit Tagen endlich wieder Einzug hielt, herrschte hier, im obersten Stock des eleganten Bürohochhauses, künstlich produzierte Abenddämmerung. Sämtliche Jalousien waren bis zum Anschlag heruntergelassen und die wenigen eingeschalteten Deckenleuchten raubten der ganzen Szenerie jegliche Farben.
Skurril war das passende Wort für diese Veranstaltung, zu der sich Mr. X, auf den alle warteten, bereits satte dreißig Minuten verspätet hatte. Aber skurril war ja auch ihr Leben, schon lange bevor sie in der Immobilienabteilung dieses weltweit agierenden Konzerns angefangen hatte. Es waren lediglich in den vergangenen drei Monaten einige Kuriositäten hinzugekommen, die ihr das Leben nicht leichter machten.

Mitten in Charlottes Gedankengang verstummte Fellner abrupt. Zeitgleich öffnete sich die schwere Holztür und eine Frau betrat den Raum.
Grace Kellys Ebenbild. Sie bewegte sich in High Heels mit energischen Schritten und einem absolut selbstsicheren Nicken einmal quer durch das Sitzungszimmer und steuerte die eigens für Mr. X und sein Gefolge reservierten Plätze an. Johanna Hoffmann. Dreh- und Angelpunkt der Chefetage. Eine Frau, die offenbar starkes Unbehagen bei den Menschen auslöste, sobald sie in ihren Zehnzentimeter-Absätzen über die Flure schlenderte.
Neugierig spähte Charlotte zur Tür, um im nächsten Moment für eine Sekunde irritiert die Augen zu schließen.
Dabei war der erhaschte Blick auf Mr. X nicht unangenehm. Er war groß, dunkel gekleidet, hatte ein markantes Gesicht. Der erste äußerliche Eindruck passte also in ihre Vorstellung eines Mannes seines Kalibers.
Es war vielmehr seine dominante Präsenz, die ihr für den Bruchteil einer Sekunde den Atem raubte, und das war sonderbar.

Erster Teil der Erfolgsserie aus der Feder von Kristina Günak

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