Alle Artikel mit dem Schlagwort: Schreibstube

Sommer in der Schreibwerkstatt

Hier seht ihr meine aktuelle große Liebe: Eis! Ich konsumiere zur Zeit Tonnen davon. Mir ist so heiß. Mein Leben spielt sich in diesem Sommer vor dem Ventilator oder dem Tiefkühlfach ab. Herr Hund liegt matt auf seinem Platz und jedes Mal wenn ich versuche ihn vor die Tür zu treiben, sieht er mich an, als hätte ich den Verstand verloren. Selbst ganz früh ist es schon so glutheiß, dass die Hunderunden dementsprechend sehr kurz ausfallen. Jeden Morgen fahre ich ganz früh in unser kleines Schwimmbad und drehe dort ein paar Runden durch das Wasser. Danach ist der inneren Kernschmelze bis ungefähr 11 Uhr vorgebeugt, danach esse ich wieder Eis.  Meinen letzten Roman „Ein Sommer und ein ganzes Leben“ habe ich ebenfalls im einem Glutsommer geschrieben. Man merkt es dem Buch an. Katharina, die Hauptfigur, leidet ziemlich unter der Hitze. Sie lebt in einer kleine Wohnung in Braunschweig und ihr und ihren Kindern fehlt ein Garten, und ein Baum und Platz. Doch durch einen sonderbaren Umstand bekommt sie plötzlich genau das: Eine ganze Villa in einem …

Königliche Astronautin mit Hang zum Schreiben!

  Wenn die Leute hören, was ich beruflich mache, sind sie entweder fasziniert oder irritiert. Schriftstellerin. Das gleiche Ergebnis bekommt man übrigens, wenn man sagt, man sei Prinzessin. Oder Astronautin. Habe ich ausprobiert. Besonders interessant: Königliche Sternenwarten-Astronautin. Aber mal ehrlich, von irgendwoher müssen Bücher ja kommen. Da braucht man gar nicht so verwundert sein, dass es uns, also die Autoren, wirklich gibt. Besondere schön ist auch die spontane Assoziation meines Gegenübers mit einem freien Leben. Oft kommen in diesen Vorstellungen Hängematten, bunte Drinks und palmenwedelnde, halbnackte Kerle vor. Das reale Leben sieht natürlich ein klein wenig anders aus. Ich habe nämlich gar keine Hängematte. Da könnte ich auch nicht ohne schwerwiegende Schäden im Nackenbereich drin schreiben. (Zu den bunten Drinks und spärlich bekleidete Männer, die mir Luft zufächeln, sag ich jetzt mal nichts.) Ich schreibe also Bücher, meistens zwei bis drei im Jahr. Schreiben besteht bei mir zu 20 % aus Spaß, 20 % aus Tränen, 20 % aus Haareraufen und 50 % aus harter Arbeit. Das sind insgesamt also 110 %, was ziemlich viel …