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Sommerzeit im Schreibbüro

Der Sommer ist da und mein Urlaub schon wieder vorbei. Seit Tagen ist es brütend heiß und ich verbringe viel Schreibzeit im Garten unter dem Sonnenschirm. Aktuell schreibe ich an meinem nächsten Titel für Lübbe, der voraussichtlich irgendwann im Frühjahr 2020 erscheinen wird. Und dann warten gleich zwei Lektorate auf mich. Eins davon startete im August und ich bin schon sehr gespannt. Es ist nämlich für mich eine ganz neue Schreibumgebung. Das Weltall. Ich lese unheimlich gerne SiFi-Geschichte und Anfang dieses Jahres hatte ich plötzlich selbst eine Geschichte im Kopf. Noch gibt es keinen Titel oder ein Cover, aber einen fertigen Text. Sobald wie möglich, poste ich hier und bei Facebook mal ein paar Auszüge. 🌟💫 Und nächste Woche fahre ich nach München um bei Rosenthal zu lesen. Also Frau Valentin wird dort aus dem Garten der Wünsche lesen. Wer aus der Gegend kommt, kann sich gerne noch einklinken. Ich freue mich, euch dort zu sehen! Ansonsten kommt gut durch den Sommer! Wir lesen uns. ❤️ 

Glück ist meine Lieblingsfarbe

  🍀 Das Glücksbuch ist da! 🍀   Am 30. Mai 2018 erscheint mein neuer Roman bei Lübbe. Ich habe ihn im Jahrhundertsommer 2018 geschrieben, während neben mir zwei Ventilatoren fröhlich vor sich hingepustet haben. Was war das für eine Hitze! Aber die hat wiederum ganz hervorragend zum Handlungsort von Glück ist meine Lieblingsfarbe gepasst: Julis Geschichte spielt nämlich auf La Palma. Der grünen Insel im Atlantik und mit viel Fantasie habe ich mir vorgestellt, dass die Ventilatoren eigentlich der frische Wind vom Atlantik wären und ihr beständiges Summen das Meeresrauschen. Natürlich geht es in diesem Roman wieder um die Liebe. Und um Freundschaft, um einen mutigen Neuanfang und um Hunde. Natürlich tut es das, denn Juli ist Dogsitterin auf La Palma. 😉 Und so hat Herr Hund wieder mal einem Romanhund Vorlage gestanden.   Vom Mut die Liebe zu finden

Garten der Wünsche

🌸 Textschnipsel Nummer 2 🌸 Abrupt stand sie auf und vertrieb das plötzliche Frösteln, indem sie sich die Strickjacke enger um den Körper zog.  Bäume verloren Blätter in der Regel im Herbst. Doch dieser Finkenwerder Herbstprinz tat das eben nicht. Für gewöhnlich. Sie kannte ihn und seine Gewohnheiten nach der langen, gemeinsamen Zeit sehr gut. Er wurde oft schon im Februar grün, im März war er voll belaubt und es zeigten sich die ersten kleinen Äpfel, die zwischen Juni und November reif wurden. Dazwischen blühte er immer wieder, und ständig hatte er neue Früchte. Über Wochen. Alles kein normales Verhalten für einen Apfelbaum. Deswegen war der Verlust eines Blattes ungewöhnlich. Nicht gleich besorgniserregend, aber doch seltsam.  Und wenn Klara Gorse sich etwas nicht erklären konnte, oder wenn sie besorgt war, steckte sie ihre Hände in die Erde, schnitt etwas zurück oder zog wilde Beikräuter aus den Beeten. Hier gab es schließlich immer etwas zu tun. Es war ein ewiger Kreislauf, und jeder Halm wurde genutzt. Wenn man das Kraut essen konnte, kam es auf den …

Garten der Wünsche

🌸Textschnipsel Nummer 1🌸 Am 13. Mai erscheint endlich der Garten der Wünsche. Um die Wartezeit zu verkürzen, poste ich hier in den kommenden Tagen ein paar Auszüge aus dem 1. Kapitel. Ein erster, vorwitziger Sonnstrahl traf Klara Gorse an der Nasenspitze. Es war früh am Morgen. Die Welt in Lindebühl schlief noch, und sie verharrte für einen kleinen Moment auf der großzügigen Veranda der alten Pension, während die aufgehende Sonne kleine goldene Streifen in die Sträucher und Bäume des altehrwürdigen Gartens malte. Dreißig Jahre war sie jetzt hier. Gekommen war sie als junges Mädchen voller Tatendrang, das Herz offen und weit, voller Freude auf die Abenteuer des Lebens. Sie, die Süddeutsche, die Zugezogene, hatte in diesen dreißig Jahren ihren festen Platz in einer Gemeinschaft eingenommen, die ihr damals so fremdartig vorgekommen war. Das Leben in Lindenbühl war voller Geheimnisse. Es hatte einige Zeit gedauert, bis man sie in alles eingeweiht hatte, was sie hatte wissen müssen, und doch schien sie immer noch jeden Tag Neues zu lernen. Klara schloss für einen Moment die Augen und …