Über das Schreiben

 

 

 … und wie ich damit anfing

„Wie kommt man eigentlich dazu, ein Buch zu schreiben? Das ist doch ein wirklich seltsamer Zeitvertreib“, wurde ich letztens gefragt. Da konnte ich natürlich nur zustimmend nicken, bin aber in mich gegangen und zu folgendem Ergebnis gekommen:

Nein, ich bin nicht schon mit Schreibdrang auf die Welt gekommen und habe nicht im zarten Alter von sechs Jahren meine erste Kurzgeschichte verfasst.
 Nein, auch in der Pubertät war ich anderweitig beschäftig. Kein geschriebenes Wort, außer die, zu denen ich im Deutsch LK genötigt wurde.
 Danach habe ich ein bisschen studiert und Häuser verkauft und des öfteren Exposes, Geschäftsschreiben, Konzepte und anderes Gedöns verfasst. Darüber hinaus nischte, wie es der Niedersachse zu sagen pflegt.
 Nach wie vor habe ich keinen Schreibdrang verspürt.

Das einzige, was ich immer gemacht habe, war Lesen. Vorzugsweise mehrere Bücher zeitgleich, quer durch sämtliche Genres.

Und dann wurde alles anders. Ich lernte meinen Mann kennen und wurde Mutter und Stiefmutter. Allerdings hatte ich auch zu diesem Zeitpunkt immer noch nischte zu Papier gebracht. Völlig Ahnungslos und immer noch ohne Schreibdrang entschwand ich in den Mutterschutz und war irritiert. So vom Leben und den Tätigkeiten, die zum Muttersein gehören. Von wegen Mutterschutz! Ein Jahr später entführte mein Mann mich in die Schweiz. Und kurz bevor ich dem Wahnsinn anheim fallen konnte (die Schweiz ist sehr schön, aber auch ein klitzekleines bisschen seltsam), überkam er mich: Der viel gepriesene und alles dominierende Schreibdrang! Und dieser durchaus anstrengende Zustand hält bis zum heutigem Tag an.

Innerhalb kürzester Zeit hatten alle Familienmitglieder verstanden, dass der Laptop an meinen Händen wohl ab sofort zur mütterlichen Grundausstattung gehörte und ganz offensichtlich festgewachsen war.

Jetzt endlich schrieb ich also. Erst ein Buch über das Mutterwerden. Denn dieses Thema musste dringend literarisch bearbeitet werden. Und dann einen Vampir-Roman. Auch das offensichtlich sehr notwendig, gibt ja so wenige auf dem Markt.

Wieder zurück in Norddeutschland überkam mich dann der erste Teil der Eli- Reihe und seitdem schreibt es mich immer weiter.

Mittlerweile gibt es noch Bohnen und Drachen und einiges mehr. Geschichten zu Papier bringen ist mein Beruf geworden. Und das ist ganz wunderbar!

 

1 Kommentare

  1. Diana Wolf sagt

    Liebe Kristina,

    Ich liege morgens um zehn im Bett, in das ich mich nach dem Familien-Frühstück genüsslich verkrochen habe, um ihr Buch „Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“ in Ruhe zu Ende zu lesen und am Ende sogar ein paar Tränen der Rührung zu vergießen. Als Leser ist man dem Autor ja quasi ausgeliefert und wenn ein Buch es schafft, einen zu berühren und die Personen einem ans Herz wachsen, hofft man sehr, das sich die Geschichte so entwickelt, wie man es sich selbst vorstellt.
    Dazu möchte ich Ihnen sagen: Punktlandung! Vielen Dank!! Ein echter „Wohlfühlschmöker“, der mich veranlasst hat, ihre Seite zu besuchen und mehr über Sie und weitere Bücher zu erfahren.
    Den Buchtitel finde ich übrigens etwas nichtssagend und hätte mich beinahe davon abgehalten, ihren kleinen Schatz zu lesen.
    Alles Gute für Sie und hoffentlich bleibt Ihnen der Schreibdrang noch lange Zeit erhalten!
    Liebe Grüße von einer echten Leseratte
    Diana Wolf
    PS: In Ihrer Vita hat sich beim „durchaus anstrengendem Zustand“ ein „m“ zuviel eingeschlichen. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*