Alle Artikel in: Das Schreiben

Sommer in der Schreibwerkstatt

Hier seht ihr meine aktuelle große Liebe: Eis! Ich konsumiere zur Zeit Tonnen davon. Mir ist so heiß. Mein Leben spielt sich in diesem Sommer vor dem Ventilator oder dem Tiefkühlfach ab. Herr Hund liegt matt auf seinem Platz und jedes Mal wenn ich versuche ihn vor die Tür zu treiben, sieht er mich an, als hätte ich den Verstand verloren. Selbst ganz früh ist es schon so glutheiß, dass die Hunderunden dementsprechend sehr kurz ausfallen. Jeden Morgen fahre ich ganz früh in unser kleines Schwimmbad und drehe dort ein paar Runden durch das Wasser. Danach ist der inneren Kernschmelze bis ungefähr 11 Uhr vorgebeugt, danach esse ich wieder Eis.  Meinen letzten Roman „Ein Sommer und ein ganzes Leben“ habe ich ebenfalls im einem Glutsommer geschrieben. Man merkt es dem Buch an. Katharina, die Hauptfigur, leidet ziemlich unter der Hitze. Sie lebt in einer kleine Wohnung in Braunschweig und ihr und ihren Kindern fehlt ein Garten, und ein Baum und Platz. Doch durch einen sonderbaren Umstand bekommt sie plötzlich genau das: Eine ganze Villa in einem …

Die Wortfinderinnen

  DIE WORTFINDERINNEN, das sind Juli Stern, Jeanine Krock und Kristina Günak. Drei Autorinnen mit etlichen Veröffentlichung in verschiedenen Genres. Wir helfen Menschen, ihre Geschichten zu erzählen, und geben Hilfestellung im Dschungel der Bücherwelt.   Ein Brot kann man backen, ohne den Teig zu lieben. Eine gute Geschichte aber kann nur erzählen, wer sich von ihr berühren lässt. – Die Wortfinderinnen   MIKRO-LEKTORAT: LIEBE AUF DEN ERSTEN BLICK Nach fünf Seiten ist Schluss. LektorInnen und LiteraturagentInnen entscheiden schon nach wenigen Seiten über das Schicksal eines Manuskripts. Viele junge Autorinnen und Autoren finden das unglaublich. Doch haben wir nicht selbst schon oft ein Buch wieder aus der Hand gelegt, weil uns der Anfang einfach nicht fesseln konnte? Wir sehen uns die ersten Seiten Deines Manuskripts an. Du erhältst von uns ein ausführliches Feedback sowie Verbesserungsvorschläge. Keine Angst. Wir gehen dabei sensibel vor. Als Autorinnen wissen wir selbst ganz genau, wie sehr einem die eigenen Texte am Herzen liegen. E-BOOK KONVERTIERUNG Wir erstellen Dir eine eBook-Datei für unterschiedliche Plattformen. Wir erstellen unsere eBooks selbst und wissen, was …

Wie ich schreibe.

Der Versuch die Frage zu beantworten: Wie schreibe ich einen Roman? Schließlich werde ich immer wieder danach gefragt. Mittlerweile bin ich soweit zu glauben, dass ich das nach fast zwanzig veröffentlichten Romanen doch wirklich wissen sollte. Also bin ich in mich gegangen und habe intensiv in meinem Hirn gewühlt, um nun Ergebnisse zu vermelden. Was man benötigt, um einen Roman zu schreiben:  Man braucht eine Idee. Zumindest ist das enorm hilfreich. Vielleicht geht es aber auch ohne. Sicher bin ich mir da wirklich nicht. Dann braucht man Figuren. Mindestens zwei davon sollten in der Lage sein, sich ineinander zu verlieben. Gutes Aussehen, gerade bei der Figur mit dem Testosteron, schadet definitiv nicht. Die weibliche Figur bekommt viel Kaffee und wenig Schlaf, was zu einer gewissen Grundaggression führt, die sehr hilfreich für den nächsten Punkt ist.  Und dann müssen Dinge passieren, die alles sehr kompliziert mache, damit am Ende alles gut werden kann. (Über das Schreiben von Büchern ohne Happy-End kann ich leider gar nichts sagen. Ich glaube, das Lesen und Schreiben von solcher literarischer Kost, …

Struktur&Planung

Ich habe in den vergangene Jahren eine gewisse Demut dem Schreibprozess gegenüber gelernt. Ich kann mich dumm und dusselige planen, was ich übrigens bei jedem Projekt im Vorfeld immer wieder versuche, aber letztendlich tun ja doch alle was sie wollen. Lange hat mich das geplagt. Bei Facebook sah ich Kolleginnen, die Bilder posteten, auf denen sie ihren gesamten Plot, jedes einzelne Kapitel, jede Szene vorgeplant auf Karteikarten auf Wäscheleinen hängten, oder sortiert auf dem Boden ihres Büros anordneten. Das ist sicherlich eine Persönlichkeitsfrage, aber da ich es schaffe, meine Schuhe im Haus zu verlieren (richtig weg, nicht nur verlegt), scheint das nichts für mich zu sein. Vielleicht ist es für mich die Magie, die das Schreiben ausmacht. Dass meine Figuren erst im Laufe des Schreibens ein Eigenleben und damit eine tiefere Persönlichkeitsstruktur entwickeln. Natürlich gibt es gewisse Grenzen, gesetzt durch das Genre oder meine persönlichen Absichten, aber diese Freiheit scheine ich zu brauchen. Offenbar benötigen meine Figuren Raum und Zeit um sich zu entwickeln. Dass dabei manchmal Dinge herauskommen, die ich so nicht geplant hatte, …

Schreiben!

Schreiben ist ja eigentlich wie Lesen, nur andersherum. Ich liebe Bücher. Ich lese immer, überall und mindestens zwei Bücher gleichzeitig. Bücher stapeln sich bei mir im Büro. Auf, neben und unter dem Bett, sogar im Auto führe ich Lesestoff mit, falls ich mal im Stau stehe. Bücher sind für mich irgendwie wie Handtaschen, nur unterhaltsamer. Wenn ich ein gutes Buch lese, ist das für mich ein Eintauchen in eine fremde Welt und somit Balsam für die Seele. Und es gibt viele belletristische Bücher, die ich für therapeutisch wertvoll halte. Weil die Hauptfigur mit Problemen umzugehen vermag, mutig oder gelassen ist und man als Leser von ihr oder ihm lernen kann. Als ich dann vor acht Jahren selber angefangen habe zu schreiben, war jede neue Seite eine Überraschung, genau wie die Feststellung: Schreiben ist ja eigentlich wie Lesen, nur andersherum! Es befreit mich, macht mich glücklich und fordert mich heraus. Wir wissen will, wie ich tatsächlich mit dem Schreiben begonnen habe, findet die Antwort hier!   Unerwartete Inspirations-Schübe Wie fängt man also nun mit dem Schreiben …