Interview, Liebe, Love & Thrill
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Premiere! Stefanie Ross im Interview!

Autoren sind meistens alleine. Keine Kaffeeküche, keine Kollegen, kein Fach-Schnack zwischendurch. Und genau das fehlt mir. Ich möchte so gerne von meinen Kollegen wissen, wie der Schreiballtag bei ihnen aussieht. Was sie frühstücken, ob sie auch einen Herrn Hund im Büro haben und ob ihnen manchmal ihre Figuren auf die Nerven gehen.

Also habe ich gefragt! Den Anfang macht heute Stefanie Ross, meine Teamkollegin im Projekt „Love&Thrill“. Ich habe sie vor fünf Jahren auf der ersten LoveLetterConvention kennengelernt. Sie wartete vor der Tür auf ihre erste Lesung, ich hatte meine gerade hinter mir. Wir haben uns dort mit zu viel Adrenalin und völlig abgehetzt getroffen, und trotzdem schnell festgestellt: Das passt! Seitdem sind wir Autorinnen-Buddys, virtuelle Kaffee-Küchen-Kolleginnen, Sparringspartner in allen Fragen rund um das Schreiben und haben schon einige gemeinsame Workshops abgehalten.

Und irgendwann haben wir beschlossen: Wir schreiben was zusammen! Gesagt, getan. Wir haben unsere Genres Frauenroman und Romantic Thrill gemischt, gewürfelt und heraus kam „Love&Thrill“. Der erste Roman „Moin Moin heißt: Ich liebe dich“ der Serie entstammt meiner Feder und ist ein waschechter Liebesroman. 2016 ist dann der 2. Band „Liebe heiß: Gemeinsam gegen den Wind“ erschienen, auch ein Liebesroman, aber mit einer Prise Thrill . Mittlerweile umfass die Serie vier Bände, also der perfekte Zeitpunkt, um meine Kollegin zum Interview zu bitten.

Steffi:

Ups, da muss ich doch gleich mit einer Korrektur beginnen: ich habe keineswegs vor der Tür gewartet, sondern mich als reinstes Nervenbündel in die Lesung von Kris gesetzt. Eigentlich hatte ich nur Fluchtgedanken, aber dann hat mich die Hexe Eli in den Bann gezogen. Nach der Lesung von Kris‘ haben wir dann noch kurz geredet und sie, Carola und Eva haben dann erfolgreich verhindert, dass ich doch noch flüchte.

Kris:

Moin Steffi! Recht hast du! Kaffee oder Tee?

 

Steffi:

Kaffee, mit einem Schuss Milch und den Nachschub bitte schon bereithalten!

Kris:

Ich persönlich fand es hochgradig spannend, eine Figur zu erschaffen, deren „Betreuung“ dann du übernehmen wirst. Wie war deine erste Begegnung mit Tjark, deinem Hauptprotagonisten in „Gemeinsam gegen den Wind“?

Steffi:

Ich habe schon förmlich drauf gebrannt, ihn endlich komplett in den Fingern zu halten! Nachdem ich dir in „Moin Moin“ schon so an seinen Stellen reingeredet habe, war ich unheimlich gespannt darauf, ihn selbst laufen zu lassen. Es war klasse. Ein wenig Respekt hatte ich vor der Begegnung mit Piet und Bernadette, aber wir haben uns dann beschnuppert und es ging problemlos – außerdem hättest du ja sonst die Keule rausgeholt, wenn ich sie total falsch verstanden hätte.

Ein absoluter Hammer war für mich, was du aus Tjarks Kumpel, seinen Galeristenfreund gemacht hast, passte perfekt! Aber dennoch ist es ein ungewohntes Gefühl, die Entwicklung einer Figur präsentiert zu bekommen, statt selbst zu gestalten. Insgesamt eine absolut positive Erfahrung, die ich nur wegen des gemeinsamen Plottens jederzeit wiederholen würde!

Kris:

Hast du dich gut in Klein Wöhrde zurechtgefunden? Ich wollte dir immer noch mal einen Ortsplan zeichnen, aber ich glaube, es ging auch so ganz gut, oder?

Steffi:

Ja ging super, aber nur weil du meine Nachfragen (Wo genau war nun der Strand?) immer so schnell beantworten konntest. Allerdings frage ich mich immer noch, wo plötzlich die Imbissbude herkam. Aber während du dich in Klein Wöhrde gestalterisch ausgetobt hast, dürfte ich mir ja in Band 2 Groß Wöhrde vornehmen–nicht im geringsten so ein attraktiver Ort, wie unser eigentlicher Schauplatz!

Kris:

Du bist die unangefochtene Königin der spontanen Cross-Over-Figuren-Überraschungsmomente. Deine Jungs tauchen immer und überall mal auf und sagen mal kurz „Hallo“. Das entlockt mir als Leserin immer ein breites Grinsen (Ha! Den kenn ich!). Passiert das einfach so oder planst du das von langer Hand? (Finde ich großartig. Eli kann ja leider nirgends in meinen Liebesromanen auftauchen.)

Steffi:

Ich muss leider zugeben, dass das meistens überhaupt nicht geplant ist. Ich habe zwar ein Crossover im Hinterkopf, aber wer dann letztlich auftaucht, ist immer wieder überraschend. Leider neigen die Damen und Herren auch dazu, einfach aufzutauchen, und die logische Begründung dann mir zu überlassen. Vielen Dank auch!

Kris:

Ich werde dich nicht fragen, wie du angefangen hast zu schreiben. Stattdessen etwas wirklich Spannendes: Was frühstückst du?

Steffi:

In der Woche sehr hastig, meistens nur einen Joghurt und –ganz wichtig – mindestens einen Becher Kaffee. Am Wochenende dann wesentlich später und mit mehr Auswahl an Smoothie, Säften, Brötchen … Am liebsten mag ich jedoch ein Frühstückbuffet im Hotel mit Rührei, verschiedenen Säften und und und…

Kris:

Wie geht es den Schweinen? Ich hatte bisher nie etwas mit Meerschweinchen zu tun, aber seitdem ich dich kenne, finde ich die ganz zauberhaft. Da ich ja nun mit Herrn Hund, einem genetischen Rattenjäger zusammenlebe, kann ich mir keins anschaffen. Erzähl mir etwas von deinen Schreibfreunde!

Steffi:

Eigentlich müsste es Meerschweinchen auf Rezept geben! Wenn man sie nicht nur im Käfig „aufbewahrt“ sondern sie als Teil der Familie behandelt, sind sie das perfekte Mittel gegen Müdigkeit, helfen bei Stress und auch gegen das „graue Monster“. Meerschweinchen sind unglaublich freche, neugierige und gelehrige Tiere, die ihren eigenen Kopf haben (wenn man sie lässt). Ihre Hauptbeschäftigung ist zwar fressen und schlafen, aber Sie brauchen auch viel Abwechslung. Bei uns laufen sie viel frei herum, haben ihre Kartons, Tunnel und ihre Spielzeuge und einen von uns immer in der Nähe, wenn sie draußen sind. Wenn sie in Kuschelstimmung sind, springen sie auf einen rauf und machen sich im wahrsten Sinne des Wortes lang. Dies gezeigte Vertrauen ist schon bewegend. Wenn ihnen langweilig ist, dann springen sie auch auf einen rauf, allerdings um wirkungsvoll zu verhindern, dass man weiter auf dem Notebook tippt oder aufs Smartphone guckt. Es folgt dann der typische „Spiel-mit-uns“-Blick.

 

Hector ist eindeutig der Chef, der uns zeigt, wo es langgeht. Merlin ist für ihn wie ein Sohn. Es ist herrlich zu beobachten, was er ihm alles beibringt. Allerdings ist der Klassiker auch, dass Merlin spielen will und der ältere Hector ein Nickerchen machen will. Was dann folgt, ist Kino pur. Vor allem, wenn Hector dann einfällt, dass ja einer von uns Merlin beschäftigen kann, damit er in Ruhe schlafen kann …

Eigentlich bestimmen die Schweinchen, worauf sie Lust haben, aber sie sind gleichzeitig unglaublich sensibel: Wenn sie merken, dass jemand traurig oder krank ist, gibt es vermehrt Kuscheleinheiten oder andere Liebesbeweise, besonders Merlin ist mit seinen „Küsschen“ dann extrem freigiebig. Andererseits suchen sie aber auch unsere Nähe, wenn es ihnen nicht gut geht.

Kris:

Etwas sehr Persönliches: Gibt es einen großen Traum, den du dir erfüllen möchtest?

Steffi:

Ich bin wirklich dankbar für das, was ich habe, damit meine ich in erster Linie eine gesunde Familie, aber ein echter Traum wäre ein Haus am Meer und, vielleicht etwas leichter zu realisieren: Einmal am Strand lang zu galoppieren. Ich bin zum letzten Mal im echten Wilden Westen geritten, was wirklich genial war, habe es aber nie geschafft, an der Ostsee oder der Nordsee entlang zu reiten.

Kris:

Danke, liebe Steffi! Vielleicht statten wir unseren Brüdern in Klein Wehrte ja doch noch mal einen Besuch ab. Wer jetzt erstmal Lust auf mehr und das Meer bekommen hat, der findet die Serie hier!

alles-auf-liebe

 

 

 

 

 

Wer mehr über Stefanie Ross und ihre Bücher erfahren möchte, sollte unbedingt ihre Homepage besuchen: www.stefanieross.de

Viele Grüße & bis bald!

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