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Schreiben!

Schreiben ist ja eigentlich wie Lesen, nur andersherum. Ich liebe Bücher. Ich lese immer, überall und mindestens zwei Bücher gleichzeitig. Bücher stapeln sich bei mir im Büro. Auf, neben und unter dem Bett, sogar im Auto führe ich Lesestoff mit, falls ich mal im Stau stehe. Bücher sind für mich irgendwie wie Handtaschen, nur unterhaltsamer. Wenn ich ein gutes Buch lese, ist das für mich ein Eintauchen in eine fremde Welt und somit Balsam für die Seele. Und es gibt viele belletristische Bücher, die ich für therapeutisch wertvoll halte. Weil die Hauptfigur mit Problemen umzugehen vermag, mutig oder gelassen ist und man als Leser von ihr oder ihm lernen kann.

Wie eine Geschichte entsteht …

… die ersten Kapitel sind leicht. Ich lerne die Figuren kennen, erfahre Dinge aus ihrer Vergangenheit, entdecke die ersten Anzeichen von Ängsten und Motivationen. Ab ungefähr Kapitel sieben wird es schwierig, denn nun muss ganz klar sein, was meine Figuren in der Vergangenheit geprägt hat, was sie unterbewusst antreibt und was ihr Ziel ist. Kann man das nicht auch alles schon vorher planen? Ich leider nicht. Ich muss mir meine Figuren erschreiben. Sie funktionieren nur so. Nur so komme ich an den Punkt, an dem die Geschichte irgendwann ihren eigenen Lauf bekommt. Die Figuren fangen an selbständig zu handeln. Ein absolut großartiger Moment!