Alle Artikel in: Das Schreiben

Die Wortfinderinnen sind da!

»Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.« – Lucius Annaeus Seneca   Schreiben ist nicht schwer. Nur der Anfang. Und das Mittelteil. Und dann vielleicht noch das Ende. Ansonsten ist es ganz leicht! Wirklich … wir zeigen euch, wie man das Schreiben mutig wagen kann, oder wie der fertige Text am besten unter die Leute kommt. Wir stehen euch mit Rat und Tat bei allen Themen rund ums Schreiben zur Seite. Außerdem plaudern unsere  Kollegen und wir aus dem Nähkästchen und lassen euch teilhaben. Ein Besuch lohnt sich!   Die Wortfinderinnen sind: Jeanine Krock Autorin / Trainerin & Ausbilderin (IHK) Schreibt und liest. Meistens Bücher. Freie Autorin (Verlag/Selfpublishing), Jurorin (DELIA-Literaturpreise), Back Office für KünstlerInnen, Kostümbild und -geschichte mit dem Blick für gutes Design (Web, Cover u.v.m.) Hört zu und sieht genau hin. Kristina Günak Autorin / Systemischer Coach / Mediatorin Liebt Worte. Benutzt sie ständig. Insgesamt 15 Veröffentlichungen im belletristischen Bereich (Verlag/Selfpublishing). Müttercoaching. Scheidungsmediation. Autoren-Coaching. Glaubt fest an die eigenen Ressourcen und liebt Lösungen …

Wie ich schreibe.

Der Versuch die Frage zu beantworten: Wie schreibe ich einen Roman? Schließlich werde ich immer wieder danach gefragt. Mittlerweile bin ich soweit zu glauben, dass ich das nach fast zwanzig veröffentlichten Romanen doch wirklich wissen sollte. Also bin ich in mich gegangen und habe intensiv in meinem Hirn gewühlt, um nun Ergebnisse zu vermelden. Was man benötigt, um einen Roman zu schreiben:  Man braucht eine Idee. Zumindest ist das enorm hilfreich. Vielleicht geht es aber auch ohne. Sicher bin ich mir da wirklich nicht. Dann braucht man Figuren. Mindestens zwei davon sollten in der Lage sein, sich ineinander zu verlieben. Gutes Aussehen, gerade bei der Figur mit dem Testosteron, schadet definitiv nicht. Die weibliche Figur bekommt viel Kaffee und wenig Schlaf, was zu einer gewissen Grundaggression führt, die sehr hilfreich für den nächsten Punkt ist.  Und dann müssen Dinge passieren, die alles sehr kompliziert mache, damit am Ende alles gut werden kann. (Über das Schreiben von Büchern ohne Happy-End kann ich leider gar nichts sagen. Ich glaube, das Lesen und Schreiben von solcher literarischer Kost, …

Königliche Astronautin mit Hang zum Schreiben!

  Wenn die Leute hören, was ich beruflich mache, sind sie entweder fasziniert oder irritiert. Schriftstellerin. Das gleiche Ergebnis bekommt man übrigens, wenn man sagt, man sei Prinzessin. Oder Astronautin. Habe ich ausprobiert. Besonders interessant: Königliche Sternenwarten-Astronautin. Aber mal ehrlich, von irgendwoher müssen Bücher ja kommen. Da braucht man gar nicht so verwundert sein, dass es uns, also die Autoren, wirklich gibt. Besondere schön ist auch die spontane Assoziation meines Gegenübers mit einem freien Leben. Oft kommen in diesen Vorstellungen Hängematten, bunte Drinks und palmenwedelnde, halbnackte Kerle vor. Das reale Leben sieht natürlich ein klein wenig anders aus. Ich habe nämlich gar keine Hängematte. Da könnte ich auch nicht ohne schwerwiegende Schäden im Nackenbereich drin schreiben. (Zu den bunten Drinks und spärlich bekleidete Männer, die mir Luft zufächeln, sag ich jetzt mal nichts.) Ich schreibe also Bücher, meistens zwei bis drei im Jahr. Schreiben besteht bei mir zu 20 % aus Spaß, 20 % aus Tränen, 20 % aus Haareraufen und 50 % aus harter Arbeit. Das sind insgesamt also 110 %, was ziemlich viel …

Struktur&Planung

Ich habe in den vergangene Jahren eine gewisse Demut dem Schreibprozess gegenüber gelernt. Ich kann mich dumm und dusselige planen, was ich übrigens bei jedem Projekt im Vorfeld immer wieder versuche, aber letztendlich tun ja doch alle was sie wollen. Lange hat mich das geplagt. Bei Facebook sah ich Kolleginnen, die Bilder posteten, auf denen sie ihren gesamten Plot, jedes einzelne Kapitel, jede Szene vorgeplant auf Karteikarten auf Wäscheleinen hängten, oder sortiert auf dem Boden ihres Büros anordneten. Das ist sicherlich eine Persönlichkeitsfrage, aber da ich es schaffe, meine Schuhe im Haus zu verlieren (richtig weg, nicht nur verlegt), scheint das nichts für mich zu sein. Vielleicht ist es für mich die Magie, die das Schreiben ausmacht. Dass meine Figuren erst im Laufe des Schreibens ein Eigenleben und damit eine tiefere Persönlichkeitsstruktur entwickeln. Natürlich gibt es gewisse Grenzen, gesetzt durch das Genre oder meine persönlichen Absichten, aber diese Freiheit scheine ich zu brauchen. Offenbar benötigen meine Figuren Raum und Zeit um sich zu entwickeln. Dass dabei manchmal Dinge herauskommen, die ich so nicht geplant hatte, …

Schreiben!

Schreiben ist ja eigentlich wie Lesen, nur andersherum. Ich liebe Bücher. Ich lese immer, überall und mindestens zwei Bücher gleichzeitig. Bücher stapeln sich bei mir im Büro. Auf, neben und unter dem Bett, sogar im Auto führe ich Lesestoff mit, falls ich mal im Stau stehe. Bücher sind für mich irgendwie wie Handtaschen, nur unterhaltsamer. Wenn ich ein gutes Buch lese, ist das für mich ein Eintauchen in eine fremde Welt und somit Balsam für die Seele. Und es gibt viele belletristische Bücher, die ich für therapeutisch wertvoll halte. Weil die Hauptfigur mit Problemen umzugehen vermag, mutig oder gelassen ist und man als Leser von ihr oder ihm lernen kann. Als ich dann vor acht Jahren selber angefangen habe zu schreiben, war jede neue Seite eine Überraschung, genau wie die Feststellung: Schreiben ist ja eigentlich wie Lesen, nur andersherum! Es befreit mich, macht mich glücklich und fordert mich heraus. Wir wissen will, wie ich tatsächlich mit dem Schreiben begonnen habe, findet die Antwort hier!   Unerwartete Inspirations-Schübe Wie fängt man also nun mit dem Schreiben …